Immobilienboom im Städtedreieck: In Nürnberg verdoppeln sich seit 2011 die Preise

Immobilienboom im Städtedreieck: In Nürnberg verdoppeln sich seit 2011 die Preise

Wachsende Einwohnerzahlen in Nürnberg, Erlangen und Fürth: Kaufpreise für Immobilien gehen durch die Decke / Verdopplung der Preise in Nürnberg, trotzdem ist Erlangen noch teurer, wie eine 5-Jahres-Analyse von immowelt.de, dem führenden Immobilienportal in der Region, ergibt / Die Mieten erhöhen sich mit Steigerungswerten zwischen 15 und 28 Prozent ebenfalls kräftig

Nürnberg, 6. Dezember 2016. Kommen, staunen, bleiben – diesem Leitspruch der Metropolregion Nürnberg folgen immer mehr Menschen. Die steigende Popularität und die wachsenden Einwohnerzahlen lassen die Kaufpreise für Eigentumsobjekte in den vergangenen 5 Jahren regelrecht explodieren. In Nürnberg verdoppelten sie sich mit über 3.000 Euro pro Quadratmeter fast. Auch in Erlangen und Fürth gingen die Preise durch die Decke, wie eine Analyse von immowelt.de, einem der führenden Immobilienportale, zeigt. Analysiert wurden jeweils die in den ersten 3 Quartalen der Jahre 2011 und 2016 auf immowelt.de inserierten Angebote. Die Mieten stiegen ebenfalls, allerdings nicht ganz so extrem.

Die attraktive Lage des Städtedreiecks im Herzen Europas lockt – verbunden mit einer guten Infrastruktur – Hightech-Unternehmen und innovative Start-Ups in die Region. Mit ihnen kommen zahlreiche Akademiker und gut verdienende IT-Kräfte. Vor allem in Nürnberg führte der ungebrochene Run zu einer Explosion der Immobilienpreise: Wer dieses Jahr in eine Wohnung oder ein eigenes Häuschen investieren will, zahlt doppelt so viel wie 2011. Damals kostete ein Quadratmeter im Median noch 1.576 Euro, jetzt sind es 3.088 Euro.

Noch teurer ist es in Erlangen

Noch teurer als in der Frankenmetropole sind Immobilien in der Siemens-Stadt Erlangen. Im Median müssen Kaufwillige aktuell mit Quadratmeterpreisen von 3.489 Euro kalkulieren. Das sind 58 Prozent mehr als 2011. Auch das benachbarte Fürth wird immer beliebter, was sich innerhalb der vergangenen 5 Jahre mit einem Plus von 68 Prozent auf die Preisentwicklung ausgewirkt hat. Inzwischen liegt der Quadratmeterpreis für Eigentum in der Kleeblattstadt im Median bei 2.885 Euro.

Verantwortlich für die Preissprünge im Städtedreieck sind vor allem viele exklusive Neubauwohnungen, die in den letzten Jahren auf den Markt kamen. Doch noch immer übersteigt die Nachfrage das Angebot. Denn angesichts niedriger Zinsen und steigender Mieten sind Wohnungen und Einfamilienhäuser im Großraum ein begehrtes Investitionsobjekt. Mit einer solchen Entwicklung hat vor wenigen Jahren noch kaum jemand gerechnet, als nach Grundig auch noch AEG und Quelle ihre Pforten schlossen und die Region in einer tiefen Krise steckte.

Die Mieten stiegen langsamer – aber trotzdem kräftig

Nicht nur Kaufen, auch Mieten wurde in Nürnberg, Fürth und Erlangen deutlich teurer – wenn auch nicht in demselben Maße. Der geringste Anstieg im Vergleich der drei Nachbarstädte ist mit 15 Prozent in Erlangen zu verzeichnen. Die Mieten sind dort allerdings noch immer am höchsten: Pro Quadratmeter werden im Median in Bayern kleinster Großstadt 10 Euro verlangt, 2011 waren es noch 8,70 Euro.

Der permanente Bevölkerungszuwachs in Fürth ließ die Mieten innerhalb der vergangenen 5 Jahre um 26 Prozent in die Höhe schnellen. Die vom Amt für Stadtforschung seit 2011 jährlich fast 2.000 verzeichneten Neu-Fürther wohnen im Vergleich zu Erlangen mit 8,60 Euro pro Quadratmeter aber noch relativ günstig. Auch in Nürnberg müssen Mieter mit 9,10 Euro über ein Viertel mehr bezahlen als vor 5 Jahren. Dieser Trend wird vermutlich anhalten, alle drei Städte rechnen in den kommenden Jahren mit steigenden Einwohnerzahlen.

Datenbasis für die Berechnung der Preise in Nürnberg, Fürth und Erlangen waren 56.600 auf immowelt.de inserierte Angebote. Die Preise sind jeweils Angebots-, keine Abschlusspreise. Bei den Mieten handelt es sich um angebotene Nettokaltmieten bei Neuvermietung. Die Preise geben jeweils den Median der jeweils in den ersten drei Quartalen 2011 und 2016 angebotenen Wohnungen und Häuser wieder. Der Median ist der mittlere Wert der Angebotspreise.

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